trivago berichtet vom World Travel Market London 2017: wichtige Themen und Highlights

Der diesjährige World Travel Market London begann mit einem fulminanten Auftakt.

Und gab dabei mit der Vorstellung des „World Travel Market 2017 Industry Report“ gleich den positiven Tenor für diese Ausgabe der renommierten Reisefachmesse vor. Die Ergebnisse dieses Branchenberichts legen nahe, dass die Akteure der Reisebranche dem kommenden Jahr sehr optimistisch entgegensehen und mit weiterem Wachstum rechnen.

Ein beachtlicher Anteil von 74 Prozent der im Vorfeld befragten Teilnehmer des WTM erwartet, dass die Branche 2018 wachsen wird. Der Bericht spricht hier von „Branchenoptimismus“. Dieser ist besonders ausgeprägt im Hinblick auf die erwarteten Buchungen: 84 Prozent gaben an, dass sie 2018 mit einem Anstieg der Buchungen rechnen.

Die Autoren werten das als „sicheres Zeichen dafür, dass es mit der Branche weiter bergauf geht“. Die von den diesjährigen Ausstellern an den Tag gelegte Kreativität, die präsentierten Innovationen und die schiere Extravaganz in den Messehallen können ebenso wie der enorme Besucherandrang als Indiz dafür gedeutet werden:

Der Tourismussektor wächst, und das ist ziemlich aufregend für alle, die von diesem Wachstum profitieren.

Um die Chancen ergreifen zu können, die sich dadurch auftun, ist es wichtig zu verstehen, wie sich die Branche entwickeln wird.

Wo genau geht also die Reise für die Tourismusbranche hin?

Zu mehr Verantwortung und Nachhaltigkeit

Verantwortlicher und nachhaltiger Tourismus ist dieser Tage im ExCel London ein ganz großes Thema und wird wohl auch weltweit in den kommenden Jahren die Branche beschäftigen.

Die Organisatoren der Fachmesse haben eine Plattform geschaffen, die das Bewusstsein für Verantwortung und Nachhaltigkeit im Tourismus schärfen soll, und diesem Thema eine komplette Bühne gewidmet. Dort geht es um Fragen wie: Welche Erfolgsbilanz kann die Branche in diesem Bereich vorweisen und welche Hindernisse müssen noch überwunden werden?

Und das Überwinden der Hindernisse ist keine Option, sondern eine moralische Verpflichtung. Der Tourismus ist vom Klimawandel nicht nur betroffen, sondern hat diesen auch mitverursacht und kann auch im Hinblick auf andere fragwürdige Aktivitäten wie „Waisenhaus-Tourismus“ und Menschenhandel keine lupenrein weiße Weste vorweisen.

Die gute Nachricht ist, dass sich die Branche selbst auf einen ökologisch und sozial verträglicheren Weg bringen will. Immer mehr Hotels unternehmen stärkere Bemühungen, ihren CO2-Ausstoß und Wasserverbrauch zu senken und ihre Mitarbeiter dahingehend zu schulen, die Anzeichen für Menschenhandel zu erkennen und zu melden.

Der Nutzen solcher Maßnahmen beschränkt sich nicht allein auf das gute Gefühl, die Welt ein wenig besser zu machen: Durch das Verbessern seiner CO2-Bilanz kann ein Hotel auch seine Belegung steigern, so Jon Procter, Chief Executive bei Green Tourism.

Aber dazu mehr in einem unserer nächsten Artikel – besuchen Sie unseren Blog also bald wieder.

Zu mehr Personalisierung

Wenn es auf dem diesjährigen World Travel Market ein Schlagwort gibt, dann ist es „Personalisierung“.

Dieses Wort fällt in praktisch jedem Vortrag – und wenn der Vortrag von irgendeiner Art Technologie handelt, dann taucht der Begriff in jedem Fall auf.

Aber was genau ist Personalisierung eigentlich und wie findet sie im Tourismussektor Anwendung?

Es geht dabei, einfach gesagt, um die Wissenschaft und die Kunst, ein herausragendes Erlebnis zu bieten, indem jeder einzelne Gast während jeder Phase der Customer Journey als Individuum behandelt wird. Das Ganze ist deshalb eine Wissenschaft, weil es die Analyse gewisser Daten und einiges an Technologie erfordert. Gleichzeitig ist es eine Kunst, denn es gibt nicht den einen einzig richtigen Weg, um das Gästeerlebnis zu personalisieren. Dafür muss jedes Hotel seinen eigenen Stil finden.

„Das Ganze ist aber nicht wirklich allzu kompliziert“, versichert uns Luke Francis von Inspiretec.

Die Beziehung zu potentiellen, aktuellen und ehemaligen Gästen durch Personalisierung zu pflegen, kann zum Beispiel einfach bedeuten, dass man grundlegende Daten zu den Vorlieben der Gäste sammelt und diese nutzt, um ihren Aufenthalt besonders angenehm zu gestalten. Natürlich gibt es aber auch komplexere Formen der Personalisierung, bei denen beispielsweise künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen zum Einsatz kommen.

Allerdings ist im Hinblick auf Personalisierung mehr nicht unbedingt immer besser.

Vom Ansprechen des richtigen Zielpublikums mit passenden Marketing-Inhalten bis hin zu relevanten Empfehlungen für zusätzliche Services liegt der Trick bei der Personalisierung darin, eine gute Balance zu finden.

Weiter in Richtung einer technologiebasierten Revolution

Eigentlich ist allen Beteiligten bereits klar, dass die Tourismusbranche mitten in einer technologiebasierten Revolution steckt.

Und das Ende dieser Revolution haben wir noch lange nicht erreicht.

José Murta, Global Head of Hospitalty bei trivago, beendete den ersten Tag des WTM London 2017 auf der Global Stage mit einer Diskussionsrunde zum Thema „Die Zukunft der Technologie in der Reise- und Hotelbranche“. Mit ihm diskutierten Guy Stephenson, Chief Commercial Officer des Flughafens Gatwick, David Chappell, Head of Technology bei der Gray Dawes Group, und Andy Mallinson, Managing Director und Chief Marketing Officer bei Stackla. Moderiert wurde die Gesprächsrunde von Paul Richer, Senior Partner bei Genesys Digital Transformation.

Diese Vordenker der Branche besprachen, was sich am Hoteltechnologie-Horizont abzeichnet, wie die aufkommenden Technologien die Branche aufrütteln und formen werden und wie diese Veränderungen bestmöglich angenommen und sogar zum finanziellen Vorteil genutzt werden können.

Künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen und Technologie, die schneller und intelligenter ist als jemals zuvor – das ist der Stoff, aus dem die technologische Zukunft gemacht ist.

Das ist ziemlich aufregend – aber auch etwas alarmierend, denn manchmal scheint es, als habe sich die technologische Entwicklung größtenteils von den Bedürfnissen der Hoteliers abgekoppelt. Das trifft insbesondere auf unabhängige Hoteliers zu, berichtet José Murta.

Bevor sie es überhaupt in Erwägung ziehen können, innovative Technologien einzusetzen, um beispielsweise das Gästeerlebnis durch Spracherkennung zu personalisieren, müssen manche Hoteliers erst einmal den grundlegendsten aller technologischen Fortschritte vollziehen: eine Online-Präsenz.

„Heute spricht jeder über Direktbuchungen, aber viele Hotels verfügen nicht einmal über eine Webseite, die es ihnen ermöglichen würde, solche Buchungen zu erhalten“, erklärt Murta und unterstreicht damit die Dringlichkeit, mit der dieser Situation Abhilfe geschaffen werden sollte. Prognosen zufolge werden in nur wenigen Jahren mehr Buchungen online als offline erfolgen. Angesichts dieser Tatsache ist sein Drängen darauf, dass Hotels den Wandel zu neuen Technologien vollziehen sollten, mehr als verständlich.

Sobald die unabhängigen Hotels den Stand der technologischen Revolution erreicht haben, auf dem sich der Rest der Branche bereits befindet, können sie dazu übergehen, sich mit der Zukunft zu beschäftigen: Technologie, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können.

mm

trivago Hotel Manager Blog

Hinter trivagos Blog für Hoteliers steckt ein engagiertes Team aus Industrieexperten und Journalisten, die sich jeden Tag der Aufgabe widmen, die wichtigsten Themenfelder des Hotel- und Gastgewerbes zu ergründen und abzudecken. Das Team veröffentlicht Artikel und Beiträge zu Themen wie Hoteltechnologien, Hotelmarketing, Trends sowie Events und verschafft unvergleichliche Experteneinblicke, um Hoteliers immer auf dem Laufenden zu halten und ihnen das notwendige Wissen zu vermitteln, mit dem sie sich im Online-Wettbewerb besser positionieren und behaupten können.

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